Kongresse im Februar – Zwischen Natursport und Naturschutz

Von desire lines I Norman|5. März 2018|Allgemein|0 Kommentare

Der Februar war aus Kongresssicht ein turbulenter Monat. Gleich drei Veranstaltungen beschäftigten sich mit dem Mountainbiken und vor allem dem Spannungsfeld Natur und Natursport. Ein kurzer Überblick zu den Themen und Erkenntnissen.

  • Adventure Management Kongress Treuchtlingen
  • Guidingtagung des Mountainbike Tourismusforum Deutschland
  • DAV Bergforum
Norman Bielig (Mountainbike Tourismusforum Deutschland) diskutiert mit den Teilnehmern des Barcamps zur Professionalisierung der Guidingbranche und konkreten Handlungsfeldern.

Norman Bielig (Mountainbike Tourismusforum Deutschland) diskutiert mit den Teilnehmern des Barcamps zur Professionalisierung der Guidingbranche und konkreten Handlungsfeldern.

Adventure Management Kongress Treuchtlingen

Den Beginn machte der Kongress am Adventure Campus in Treuchtlingen, organisiert von Prof. Dr. Manuel Sand. Der Kongress beschäftigte sich mit dem Spannungsfeld Natursport und Naturschutz. Man war sich einig, dass beide Themen gemeinsam zu Ihrem Recht kommen können. Vor allem der Natursport bietet auf Grund des gestärkten Umweltschutzbewusstseins der Ausübenden hohes Potenzial zur Umweltbildung. Da aber kaum jemand aktiv nach entsprechenden Informationen sucht, müssen solche Informationen an passenden POS platziert werden. Wissen und Perspektivwechsel scheinen hier die relevanten Methoden zu sein, Verantwortungsbewusstsein und nachhaltiges Denken stärker zu verankern. Genau diesem Thema widmeten sich Tilman Sobek und Norman Bielig vom Mountainbike Tourismusforum Deutschland in einem ausgiebigen Workshop.

Natursport bietet den perfekten Anlass zur Umweltbildung – die Kontaktpunkte und Inhalte dafür müssen rasch geklärt werden.

Prof. Dr. Roth referiert über den Zusammenhang von Naturschutz und Outdoorsport.

Prof. Dr. Roth referiert über den Zusammenhang von Naturschutz und Outdoorsport.

4. dt. Guidingtagung des Mountainbike Tourismusforum Deutschland

Zum vierten Mal fand Mitte Februar die Guidingtagung des Mountainbike Tourismusforum Deutschland in Oberstaufen im Allgäu statt. Knapp 60 Teilnehmer arbeiteten gemeinsam an der Professionalisierung der Branche. Zielsetzungen waren die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells der Guidingunternehmen und derAusbau der Kooperationen untereinander, vor allem aber auch in Wechselwirkung mit Destinationen. Eva Fünfgeld und Christopher Krull gaben hier wertvollen Input. Die großen Ausbildungsverbände DAV (Deutscher Alpenverein), WRSV (Württembergischer Radsportverband), DIMB (Deutsche Initiative Mountainbike), ADFC (Allgemeiner deutscher Fahrradclub) und Naturfreunde stellten übersichtlich ihre Ausbildungsschienen dar – hohe Qualität und jeweils ganz eigene Fokusthemen stärkten die gegenseitige Werstschätzung. In einem angeregt diskutierenden Ambiente wurden zum Abschluss Handlungsfelder erarbeitet, die in den nächsten Jahren als Branche angegangen werden müssen. Ob dies unter dem Dach eines entsprechenden Verbandes geschieht werden die nächsten Wochen zeigen.

Klar ist, dass die Branche sich professionalisiert und ein ernstzunehmender Partner und Stakeholder bei der Mountainbike-Destinationsentwicklung sein wird.

Tilman Sobek (Mountainbike Tourismusforum Deutschland, Eva Fünfgeld (Hirsch-Sprung) und Christopher Krull (Oberstaufen Tourismus) im Gespräch.

Tilman Sobek (Mountainbike Tourismusforum Deutschland, Eva Fünfgeld (Hirsch-Sprung) und Christopher Krull (Oberstaufen Tourismus) im Gespräch.

DAV Bergforum

Schon nicht mehr wirklich im Februar, sondern am ersten Freitag im März fand das Bergforum des Deutschen Alpenvereins zum Thema Mountainbiken statt. Der DAV machte hier in zwei Stunden klar, dass Mountainbiken ein Kernsport im Verband sei. Von den knapp über 1 Mio. Mitgliedern nutzen 600.000 das Mountainbike in irgendeiner Form. Das Bergforum diente zur Sammlung von Meinungen, von Arbeitsfeldern und Wünschen der Sektionen. Nun gilt es diesen Input in Maßnahmen zu überführen. Hanspeter Mair, Geschäftsbereichsleiter Alpine Raumordnung, Hütten und Wege, stellte dafür schon jetzt zwei Projekte vor. Eine Zusammenarbeit mit dem Mountainbike Tourismusforum Deutschland und dem ZIV zur Umweltbildung und ein Modellprojekt mit dem bayerischen Umweltministerium. Diskutiert wurde vor allem die Nutzung von Pedelecs mit ihrer Raum-Zeit-Auswirkung auf Naturräume, aber auch die positiven Beiträge zu nachhaltiger Mobilität.

Im DAV beschäftigt man sich intensiv mit dem Thema Mountainbike, gerade auch mit den Potenzialen für Umweltbildung, Mobilität, Gesundheit, Nachwuchs und Verantwortung. Wichtig ist ein Fokus auf Agglomerationsräume – für zahlreiche Sektionen finden sich schließlich hier die wichtigen Arbeits- und Freizeiträume.

Die Struktur der Mountainbike-Ausbildung des Deutschen Alpenvereins. Das Lehrteam ist seit mittlerweile 20 Jahren eng mit der Entwicklung des Mountainbikens im DAV verknüpft.

Die Struktur der Mountainbike-Ausbildung des Deutschen Alpenvereins. Das Lehrteam ist seit mittlerweile 20 Jahren eng mit der Entwicklung des Mountainbikens im DAV verknüpft.

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