Vom Guidingerlebnis zum Produktkonzept

Von desire lines I Norman|18. Oktober 2017|Allgemein|0 Kommentare

Gelungene Produktkonzepte sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für langfristigen Erfolg im Mountainbike-Tourismus. Als Reiseveranstalter im Mountainbike-Segment geht es mir darum Erlebnisse zu individualisieren, ich bin nah dran am Kunden, habe die Stellschrauben direkt in der Hand und kann immer unmittelbar reagieren. In der Zusammenarbeit mit Destinationen als Tourismusberater möchte ich diese Erlebnisse und diese Stellschrauben über ein gelungenes Konzept so weit wie möglich automatisieren. Kann das gelingen und was lässt sich aus dem Guiding lernen?

Wirklich einzigartige Natur und Abenteuer abseits des Alltags als Erlebniskern.

  1. Entdecke das Kernerlebnis: Was genau möchtest und vor allem kannst du deinen Gästen bieten. Es geht nicht alles, darauf bestehen die wenigsten Gäste. Vielmehr geht es darum den Kern herauszuarbeiten und um diesen herum zu gestalten. Guiden wir als bremsspur zum Beispiel im Arberland, dann ist der Kern die wilde Natur, die Abwechslung und Zurückgezogenheit. In der Hersbrucker Schweiz ist dieser Kern ein anderer.
  2. Kenne deine Zielgruppe: Was erwartet deine Zielgruppe, wie verhält sie sich in verschiedenen Situationen und ganz wichtig, was möchte sie abeits des Bikes erleben. Diese Zusatzbeschäftigungen und -services werden immer wichtiger. Sie bringen Varianz, Abwechslung und Individualisierung. Zudem kannst du deine Kommunikation darauf anpassen und wirst so zielgerichteter den passenden Gast finden und er deine Destination.
  3. Plane Varianten ein: Als Guides denken wir mögliche Varianten im Vorfeld durch, immer wieder aber auch situativ und können so ganz individuell reagieren. Varianten ermöglichen deinen Gästen auf verschiedenes Wetter zu reagieren, auf subjektive Fitnesszustände und Gruppenkonstellationen, sie regen zu Wiederholungen an und individualisieren.
  4. Etablier eine Willkommenskultur: In den bremsspur Trail House Veranstaltungen grillen oder kochen wir für unsere Gäste am ersten Abend. Wir heißen sie willkommen. Es ist ein Ankommen und eine gemeinsame Einstimmung. Versuch deinen Gästen gegenüber gemeinsam mit allen Leistungsträgern eine positive Willkommenskultur zu etablieren.
  5. Lern aus Fehlern: Jeden Abend besprechen wir mit unseren Teilnehmern den Tag, was für sie gut lief, was weniger. Aus diesem Feedback und aus vielen kleinen Zeichen passen wir das Programm der nächsten Tage an, auf diese Weise passen wir ständig während der Tour noch an. Nach Veranstaltungen nehmen wir uns Zeit zu reflektieren und anzupassen. Diese Zeit sollten Destinationen sich fest einplanen und hier über die Zeit eine kritische Reflexionskultur etablieren um Produkte immer wieder an Feedbacks, an Trends und andere Gegebenheiten anzupassen.

Gemeinsame Experimente stärken die Gruppe und belohnen im Idealfall mit feinen Wegen.

Die passende Basis zum Runterkommen, mit Blick in die Natur und Zeit für sich selbst.

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